Physiotherapie

Physiotherapie nutzt natürliche physikalische Reize (z.B. Wärme, Kälte, Druck, Strahlung, Elektrizität) und fordert vom Klienten Eigenaktivität.
Die folgenden Therapieverfahren werden auf ärztliche Verordnung bzw. nach ärztlicher Unbedenklichkeitserklärung durchgeführt und somit von den Krankenkassen bezahlt.

Für mehr Infos klicken Sie bitte auf die entsprechende Behandlung.

•  Elektrotherapie
•  Ultraschall, Rotlicht, Fangopackungen
•  Kälteanwendungen
•  Klassische medizinische Massage
•  Reflexzonenmassagen
•  Krankengymnastik
•  Manuelle Therapie nach Sachse und Maitland
•  Schmerzpunkt- / Triggerpunktbehandlung
•  Manuelle Lymphdrainage und Ödemtherapie
 

Elektrotherapie

Die Elektrotherapie ist eine therapeutische Anwendung unter Zuhilfenahme von elektrischem Strom. Während der Anwendung durchfließen Gleich- oder Wechselströme den Körper bzw. Körperteile.
Beim Ausfall von Nerven kommt es zum Abbau von Muskelzellen des vom geschädigten Nerv versorgten Muskels. Um dies zu vermeiden werden während einer Therapiesitzung Elektroden am Körper angebracht und mit geringen Stromimpulsen (Reizstrom) die Funktion der betroffenen Nerven stimuliert.
 
Die Elektrotherapie ist besonders zu empfehlen bei
- Durchblutungsstörungen
- Muskel-, Gelenk- und Sehnenverletzungen
- offenen Stellen z. B. durch Wundliegen
- verzögerter Wund- und Knochenbruchheilung
- chronischen Schmerzzuständen
- Narbenverhärtung, Blutergüssen, Ödemen
- Muskelschwäche nach Verletzungen oder Operationen
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Ultraschall, Rotlicht, Fangopackungen

Ultraschall

Die Ultraschallbehandlung ist ein Verfahren zur Schmerzlinderung und Unterstützung von Selbstheilungsprozessen mittels Ultraschall.
Der Frequenzbereich liegt oberhalb des Hörfrequenzbereichs des Menschen (zw. 0,8 und 3 MHz). Zur Behandlung wird ein Schallkopf gleichmäßig über die mit Kontaktgel bedeckte, erkrankte Stelle geführt und erzeugt im Körper Wärme und Gewebebewegung.
 
Eine Ultraschallbehandlung ist besonders zu empfehlen bei
- Gelenk-, Wirbelsäulen- und Weichteilerkrankungen
- Nervenschmerzen
- Hauterkrankungen, Blauen Flecken, Narbenverhärtung
- Beschwerden nach Verletzungen und Operationen

Rotlicht

Eine Rotlichtanwendung lindert Schmerzen, lockert und stimuliert die Muskulatur. Oft wird sie ergänzend zu anderen Therapieformen (z. B. vor einer Massage) verordnet.
 
Wirkungen:
- durchblutungsfördernd und Stoffwechsel anregend
- Muskelentspannend, beruhigend, schmerzlindernd
- Minderung chronischer Entzündungen

Fangopackungen

Fango ist ein Mineralschlamm vulkanischen Ursprungs.
Bei Fangopackungen wird das Gesteinspulver mit Wasser zu einem Brei gemischt, auf eine Temperatur von 45 bis 50°C erhitzt und als Schlammpackung auf die erkrankten Bereiche des Körpers aufgetragen.
Fangopackungen eignen sich vorzüglich zur Aufwärmung auch der tiefen Schichten unseres Körpers und werden vorwiegend bei chronischen schmerzhaften Erkrankungen des Bewegungsapparates und zur Vorbereitung einer Massage genutzt.
 
Außerdem wirkt der heiße Heilschlamm auch bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte.
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Kälteanwendungen

Kälteanwendungen sind lokale wärmeentziehende Maßnahmen, die entzündungshemmend wirken. Die Behandlung wird mit Kaltkompressen bis -18°C bzw. Eismassagen durchgeführt.
 
Wirkung
- schmerzlindernd und entzündungshemmend
- abschwellend und entstauend, z.B. bei Rheuma
- Steigerung der Muskelspannung bei kurzzeitiger Anwendung
- Senkung der Muskelspannung bei längerer Anwendung
 

Klassische medizinische Massage

Massagen zählen zu den ältesten Therapieverfahren. Durch die klassische Massage kann die Elastizität des Gewebes wieder normalisiert werden. Massagen lösen Muskelspannungen und lindern dadurch Schmerzen. Der Physiotherapeut ertastet mit seinen Händen die zu behandelnden Stellen und setzt verschiedene Grifftechniken ein. Dazu gehören insbesondere Streichungen, Knetungen, Reibungen, Klopfungen, Dehnungen und Vibrationen.
 
Wirkungen
- Entspannung der Muskulatur
- Lösen von Verklebungen
- Verbesserung der Wundheilung
- Entspannung der Haut und des Bindegewebes
- lokale Steigerung der Durchblutung
- Schmerzlinderung
- Reduzieren von Stresshormonen
- Verbesserung des Zellstoffwechsels
- Wirkung auf innere Organe über Reflexbögen
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Reflexzonenmassagen

Als Reflexzone wird ein Körperbereich bezeichnet, der aufgrund einer reflexartigen Wechselwirkung als diagnostisch wie therapeutisch nutzbar aufgefasst wird. Störungen eines Körperteils oder Organs können reflektorisch in Haut und Bindegewebe sicht- bzw. tastbar sein. Durch die Massage dieser Reflexzonen kann der Verlauf vieler Funktionsstörungen und Erkrankungen verkürzt oder gemildert werden. Der Therapeut nutzt die Wechselbeziehungen zwischen Haut, Bindegewebe und Muskulatur sowie den Knochen, Gefäßen und inneren Organen.

Colonmassage

Colonmassage ist eine Methode, bei die Darmtätigkeit aktiviert und Spannungen und Krämpfe gelöst werden können. Grundsätzlich wird die Massage sanft, aber sehr intensiv ausgeführt, die Bewegungen gehen fließend ineinander über und werden dem Atem des Patienten rythmisch angepasst.

Periostmassage

Die Periostbehandlung ist eine punktförmig angesetzte Druckmassage. Dabei wird ein starker, direkter Druck auf die Knochenhaut (Periost) ausgeübt. Die evtl. darüber liegende Muskulatur wird nicht beeinflusst.
Die Behandlung regt die örtliche Durchblutung und die Zellregeneration, insbesondere an den Geweben des Periosts, an. Die Wirkung liegt jedoch vor allem in der reflektorischen Beeinflussung von Organen, die mit den behandelten Periostflächen nervlich verbunden sind.
Die Periostmassage kann sehr erfolgreich zur Schmerzbehandlung bei Arthrosen, Rückenleiden und Fibromyalgien eingesetzt werden.

Bindegewebsmassage

Die Bindegewebsmassage wirkt sowohl direkt, indem das Gewebe der Unterhaut gelockert und besser durchblutet wird, als auch reflektorisch, indem das vegetative Nervensystem und andere Organe positiv beeinflusst werden.
Die Behandlung kann nicht nur bei Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit, sondern auch unterstützend zur Behandlung Innerer Organe, zur Entlastung des Nervensystems und bei diffusen Symptomen wie Übelkeit, Migräne oder Stress gute Erfolge erzielen.
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Krankengymnastik

Ziele der Krankengymnastik sind die Muskulatur zu stärken, Schmerzen zu lindern sowie Beweglichkeit und Koordination zu verbessern. Zur Erfolgssteigerung trägt vor allem die aktive Mitwirkung des Patienten (regelmäßige, selbständige Wiederholungen der Übungen) bei.
Außerdem werden passive Maßnahmen, wie Dehnungen, angewendet. Die Krankengymnastik wird auf die jeweiligen Bedürfnisse des Patienten individuell abgestimmt.
Krankengymnastik wird vor allem nach Operationen, Knochenbrüchen, Wirbelsäulenerkrankungen und Abnutzungserscheinungen in Gelenken verordnet.

Manuelle Therapie

Manuelle Therapie ist eine gezielte, gelenkschonende und meist schmerzfreie Behandlungstechnik. Sie wird zur Schmerzlinderung und der Behebung von Blockaden und Funktionsstörungen des Bewegungs- und Stützapparates (Gelenke, Muskeln und Nerven) eingesetzt.
Bei der Behandlung werden mit speziellen Handgriff-Techniken die Muskeln gelockert und gedehnt und die Gelenke mobilisiert, um ihren Bewegungsspielraum zu erhöhen.

Schmerzpunkt- / Triggerpunktbehandlung

Die Schmerzpunkt-/Triggerpunktbehandlung ist eine sanfte Technik zur gezielten Schmerzpunkt-
behandlung. Durch gezielte, sanfte Druckbehandlung werden Schmerzpunkt und das umliegende Gewebe und Muskeln bearbeitet, dadurch können die Schmerzpunkte aufgelöst werden.

Manuelle Lymphdrainage und Ödemtherapie

Manuelle Lymphdrainage ist eine manuelle Massage-Entstauungstechnik, die dem Abtransport von Lymphflüssigkeit (Ödem) aus den Körpergeweben dient. Durch spezielle Massagegriffe entlang der Lymphbahnen wird der Abfluss der Flüssigkeit angeregt und die Ödeme bilden sich zurück.
 
Die Manuelle Lymphdrainage ist besonders zu empfehlen bei
- Ödemen nach Operationen und Verletzungen
- Ödemen nach Lymphknotenentfernungen
- Ödemen bei rheumatischen Erkrankungen
- angeborenen Lymphödemen
- chronisch venöser Insuffizienz
- Lipödem (Störung der Verteilung von Fettzellen)
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